Fediverse: Mastodon!

Törööööt! Nein es geht hier nicht um den bekannten Zeichentrickelefanten, in dem heute vorgestellten Fediverse Tool Mastodon geht es aber trotzdem ums Tröten.

Wie ich euch im letzten Post schon verraten habe, war Mastodon mein erster Kontakt zum Fediverse. Vor gut einem Jahr nahm ich die Frage / den Tipp: „Können wir das nicht auch in Mastodon machen, das ist Opensource und wäre doch bestimmt auch etwas für Dich“, auf und habe mich umgehend bei Mastodon.social angemeldet. Das war jetzt zwar kein wirklicher Fehler, aber viel zu kurz gedacht. Zum Glück konnte ich bei Mastodon recht angenehm Umziehen als ich erst mal wusste wohin ich wollte. Das Mastodon Onboarding half mir einen Überblick zu finden, danach half nur der Sprung ins kalte Wasser.

Ja aber was ist Mastodon denn jetzt? Mastodon ist ein Kurznachrichtendienst, vergleichbar mit Twitter – und doch nicht. Mastodon ermöglicht es anderen Teilnehmern zu folgen, selbst zu tröten, Hashtags zu verwenden, sehen, gesehen werden und natürlich zu kommunizieren, so weit so Twitter. Mastodon wird nicht von einem Bereiber sondern von ganz vielen ermöglicht – so weit so gar nicht Twitter. Deswegen hat auch jede Instanz von Mastodon ihren eigenen „Flair“.

Die lokale Community macht viel aus wie man das Netzwerk wahrnimmt. Getreu dem Motto: „Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst“ (Jim Rohn), ist hier die lokale Zeitleiste ein wesentlicher Teil des sehen und gesehen werdens.

Nach der Registrierung kann man, muss aber nicht, das eigene Profil aufhübschen und ein paar grundlegende Einstellungen vornehmen. Evtl. hat der Instanzbetreiber auch gleich ein paar Vorschläge wem oder was man folgen könnte.  Anschließend bietet sich ein erster Tröt (Post) an, der den Hashtag  „#neuhier“ enthält, eine Vorstellung unter und / oder ist sicher auch nicht verkehrt. Das bietet die Chance ein paar erste Kontakte zu knüpfen. Wesen – also alles was mit einem @ beginnt, kann man folgen, Tags kann man anpinnen und so an seine Interessen anpassen und @feditips@mstdn.social sind dabei gute Startpunkte.

Neugierig wie ich bin reichte mir das natürlich nicht, seit ein paar Tagen bin ich selbst Betreiber einer Mastodon und einer Misskey Node und jetzt unter @thomas@misskey.wimmer-edv.de zu erreichen. Als Admin einer Node gibt es natürlich noch viel mehr über Mastodon zu erfahren als für Teilnehmer. Wie so oft stelle ich auch hier fest: „Dort wo die Anleitung endet, beginnt es spannend zu werden.“

Hilfreich für Admins (einer Minninode) ist die Kommentare der Config-Datei sorgfältig zu lesen. Für ungeduldige ist auch ein Relay nützlich, eine Node lernt andere Server, User und Hashtags durch Benutzung dieser. Durch ein Relay werden diese Informationen sozusagen herein gespült. Die lokale Timeline zeigt jetzt nur die eigenen und die Informationen der Familie / Firma – alles wird also erheblich ruhiger.

Mastodon ist im Fediverse (FediDB) der mit weitem Abstand verbreitetste Service. Es sollte also leicht fallen Gleichgesinnte zu finden. Ach ja, um das Rätsel aufzulösen: Bei Mastodon heißt der Post nicht Tweet sondern Tröt!

Probier es einfach aus!

Im nächsten Teil geht es um Friendica.