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Abenteuermeeting

Workadventure

In Zeiten von 4k 3D Echtzeit-Rendering erschien mir Workadventure ein wenig aus der Zeit gefallen. Andererseits fühlte ich mich sofort in die Anfänge meiner EDV-Erfahrungen zurückversetzt (wer Spiele wie Gauntlet II, Zelda, Final Fantasy 5 oder Ultima 6/7 kennt weiß sicher wovon ich rede). Also klarer Fall, das wird ausprobiert! Workadventure wird unter der „AGPL v3 license modified by the Commons Clause“ Lizenz veröffentlicht, was ein paar Einschränkungen hinsichtlich der kommerziellen Nutzung (SaaS), insbesondere der Vermietung des Service bedeutet. In unserem Fall sollten wir damit aber nicht in Konflikt geraten.
Auch Workadventure lässt sich von Github herunterladen und liefert eine Docker-Compose Umgebung. Allerdings muss man sich hier deutlich mehr in die Konfigurationsdateien einarbeiten. Insbesondere das Konzept wo die verwendeten Maps liegen, bzw. wie man sie referenziert wollte mir lange nicht einleuchten.
Was man noch gut gebrauchen kann (gilt größtenteils auch für OpenSlides): ein selbst konfigurierbarer DNS-Server, ein eigener Jitsi-Meet Server, ein Turnserver (Coturn), ein Webserver (shared Hosting ist vollkommen ausreichend) und den Tiled Mapeditor (GPLv2-, BSD- und Apache-Lizenz ?!).


In Workadventure bewegt man sich mit kleinen, in verschiedenen Designs wählbaren Figuren via Pfeiltasten auf einer Map. Diese rechteckige Map besteht aus kleinen Quadraten, welche die Workadventure Welt darstellen. Ein simples Kollisions- und Triggersytem ermöglichen Möbel, Wände usw. durch die man nicht hindurchgehen kann und Objekte die auf die Spielfigur reagieren.
Was meine Aufgabenstellung in Workadventure besser abbildet als OpenSlides:

  • Die „Onlinewelt“ kann gut vorbereitet werden, zwar wird auch hier Benutzersupport notwendig sein, der technische Ablauf sollte aber vorher-bestimmbar sein.
  • Vorträge (Live-Stream) sind auch hier möglich, müssen aber nicht zwangsläufig von allen Teilnehmern besucht werden.
  • Das implementierte „Instant-Live-Video-Meeting“ für bis zu 4 Personen ermöglicht eine Menge Spontanität.
  • Der Aufbau, angelehnt an ein PC-Spiel bietet viele Möglichkeiten kurzweilige Inhalte einzubauen.
  • Die primitive Steuerung mit Pfeiltasten und die Abbildung von Räumen, in die man gehen kann sollten die Komplexität von mehreren parallel laufenden Jitsi-Meetings, auf möglicherweise unterschiedlichen Jitsi-Meet-Servern, Live-Streams usw. für den Benutzer sehr einfach gestalten.

Mein Fazit: Das wird das Tool der Wahl für diese Veranstaltung.


Fortsetzung folgt…

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